Starke Konkurrenz im Diskuswurf der Frauen

Traditionell ist das Diskuswerfen der Frauen bei den HALPLUS-Werfertagen immer einer der am stärksten besetzten Wettbewerbe. Das zeichnet sich auch wieder für die 49. Auflage der Veranstaltung ab. Angeführt wird das Feld der deutschen Werferinnen von Lokalmatadorin Shanice Craft vom SV Halle. Die dreimalige EM-Bronzemedaillengewinnerin hat sich im letzten Jahr auf 66,73 m gesteigert.

Mit der aktuell besten Weite der deutschen Werferinnen kommt aber die Leverkusenerin Marike Steinacker. Sie steigerte sich am vergangenen Wochenende beim Diskuswurfmeeting in Wiesbaden um fast 3 Meter auf 67,31m. Damit hat sie die EM- und die Olympianorm abgehakt und kann befreit antreten. Nach dem Werfertagswochenende wird die Mannschaft für die Europameisterschaften in Rom nominiert, die vom 7. bis 12. Juni stattfinden.

Die Neubrandenburgerin Claudine Vita möchte in diesem Wettkampf sicher auch noch ihr Ticket für Rom ziehen und sich vielleicht für Olympia empfehlen. Dabei bekommen sie mit der Vorjahressiegerin, der Chinesin Bin Feng, sehr starke Konkurrenz. Die Weltmeisterin von 2022 und Bronzemedaillengewinnerin von 2023 warf dieses Jahr schon 67,57 m. Die Italienerin Daisy Osakue ist sicher im Vorfeld der Heim-EM auch hochmotiviert, sich für die europäischen Titelkämpfe in Stellung zu bringen.

Anita Włodarczyk wirft wieder in Halle

Mit einer beeindruckenden Sammlung an Erfolgen kommt die bestimmende Hammerwerferin der letzten 15 Jahre wieder nach Halle. Die Polin kommt als dreimalige Olympiasiegerin und vierfache Weltmeisterin nach einer längeren Phase, die durch Verletzungen und Rückschläge geprägt waren, wieder in die Halleschen Brandberge. Sie hält seit 2016 auch den Weltrekord.

Ihre Gegnerinnen werden es ihr sicher nicht leicht machen. Die Neuseeländerin Lauren Bruce kommt ihr da sicher aktuell am nächsten, aber auch die Chinesin Li Jiang ist eine Gegnerin, mit der man rechnen sollte. Dahinter ist das internationale Feld sehr offen und gleichstark. Was eine Chance für die deutschen Werferinnen sein kann, die um ihre Qualifikation für die Europameisterschaften kämpfen. Die Norm liegt bei 71,20 m und wurde in diesem Jahr noch von keiner Deutschen übertroffen. Allerdings sind nach dem letzten Wochenende drei Athletinnen, die auch nach Halle kommen, sehr nah dran. Beim Hammerwerfen mit Musik in Langenbrand brachten sich Samantha Borutta, Michelle Döpke und Aileen Kuhn mit Weiten um die 69 m in eine gute Position, um eine Chance auf eine EM-Teilnahme zu kämpfen.

Mit Weltrekord nach Halle

Para-Kugelstoßer Niko Kappel ist am 9. Mai mit einem Weltrekord in die Sommersaison gestartet. In Hechingen stieß er als erster in seiner Klasse 15,07 m. Der Paralympics-Sieger von 2016 und Bronzemedaillen-Gewinner von Tokyo 2021 ist schon oft in Halle gewesen und hat die Stimmung hier genossen und natürlich auch angehoben. Bevor er jedoch in Halle in den Ring tritt, wird er am 20. Mai in Japan bei den Weltmeisterschaften um den Titel kämpfen. Vielleicht können wir dann einen weiteren Weltmeister in Halle begrüßen.

Beim Kugelstoßen der Männer sieht es nach einem interessanten Wettkampf zwischen dem Vorjahres-Dritten, dem Briten Scott Lincoln und dem Amerikaner Jordan Geist aus. Beide habe dieses Jahr mit 21,25 m beziehungsweise 21,47 m schon Weiten jenseits der 21 m gestoßen. Allerdings könnten da auch Bob Bertemes (Luxemburg) oder der Franzose Franck Elemba ein Wörtchen mitreden wollen. 

Vielleicht können sich aber auch die deutschen Sportler wie Simon Bayer oder Silas Ristl in Richtung Europameisterschaften steigern und die internationalen Starter ärgern. 

Zwei Weltmeister in Halle

In nicht mehr ganz zwei Wochen starten die 49. HALPLUS-Werfertage. In einem Jahr, in dem wieder eine Europameisterschaft und Olympische Spiele stattfinden, ist das Familientreffen der Werfer wieder eine wichtige Standortbestimmung und Möglichkeit zur Qualifikation für die beiden Höhepunkte. Für die Europameisterschaften in Rom sogar die letzte Nominierungschance.

Die Startfelder nehmen langsam Form an und die ersten internationalen Größen haben ihr Kommen nach Halle schon fest zugesagt. So wird die Vorjahressiegerin im Kugelstoßen der Frauen, die US-Amerikanerin Chase Jackson wieder nach Halle kommen. Im letzten Jahr gewann sie die Werfertage noch unter ihrem Mädchennamen Chase Ealey. Die zweifache Weltmeisterin (2022 und 2023) hat im Januar geheiratet. Auch die Diamondleague hat sie in den letzten drei Jahren beherrscht und drei Mal gewonnen. Mit ihrer Bestleistung von 20,76 m hält sie seit letztem Jahr auch den US-amerikanischen Rekord. Die zweite amerikanische Kugelstoßerin im Feld ist Maggie Ewen. Die Bestleistung der US-Meisterin von 2023 liegt bei sehr guten 20,45 m.

Im Hammerwurf der Männer kommt ein sehr interessanter Werfer. Der Kanadier Ethan Katzberg wurde im letzten Jahr mit als gerade 21-jähriger Weltmeister im ungarischen Budapest. Er warf starke 81,25 m. In diesem Jahr ließ er den Hammer schon auf 84,38 m fliegen. Eine Weite, die seit 2008 nicht mehr erreicht wurde und ihn auf Platz neun der ewigen Weltbestenliste brachte. Trainiert wird er übrigens vom Kanadier Dylan Armstrong, der als Kugelstoßer immer ein gern gesehener Gast in Halle war und unser Meeting sehr genossen hat. 

Weltklasse bei den Para-Sportlern

Die Para-Sportler sind seit vielen Jahren natürlich auch ein fester Bestandteil der HALPLUS-Werfertage. Auch in diesem Jahr sind wieder einige der besten Sportler vor Ort. Niko Kappel ist sicher den meisten bekannt. Der Paralympics-Sieger von 2016 im Kugelstoßen und Bronzemedaillengewinner von 2012 ist ein gern gesehener Gast in Halle. Im letzten Jahr stieß er sogar Weltrekord und übertraf die alte Bestmarke um ganze 64 cm.

Ebenfalls 2016 wurde der Erfurter Daniel Scheil Paralympics-Sieger in der Startklasse F33. Auch er hat schon einige internationale Erfolge sammeln können. In der F34 tritt Francés Hernann an. Sie kommt mit zwei olympischen Medaillen im Speerwurf aus den Jahren 2016 und 2021 im Gepäck zu uns. 

Für drei Paralympische Spiele konnte sich Sebastian Dietz bisher qualifizieren. Er gewann 2012 Gold im Diskuswurf, 2016 Gold im Kugelstoßen und 2012 Bronze im Kugelstoßen in der F36.

Der ehemalige Weltklasse-Turner Ronny Ziesmer wird das erste Mal bei den Werfertagen an den Start gehen.

Schwere Aufgabe für die deutschen Kugelstoßer

Das Kugelstoßen der Männer bei den HALPLUS – Werfertagen wartet in diesem Jahr mit einer hochklassigen internationalen Beteiligung auf. Mit dem Italiener Zane Weir kommt der aktuelle Hallen – Europameister nach Halle. Weir gewann im März in Istanbul mit 22,06 m – mit seinem ersten 22 m – Stoß überhaupt. Ziemlich genau 27 Jahre nachdem sein Trainer Paolo dal Soglio sich den gleichen Titel geholt hat. Dal Soglio bringt mit Leonardo Fabbri (ITA) und dem Norweger Marcus Thomson auch den Rest seiner sehr starken Trainingsgruppe mit – beides Athleten, die Leistungen über 21 m erreichen können. 

Der Brite Scott Lincoln konnte unser Meeting im letzten Jahr vor dem Norweger gewinnen und wird auch in diesem Jahr wieder zu Gast bei uns sein. 

Interessant wird auch der Auftritt von Abdelrahman Mahmoud aus Bahrein sein. Auch er ist ein Kandidat für 21 m -Stöße und kann vielleicht die anderen ein wenig ärgern. Für die deutschen Starter im Lukas Dennis und Silas Ristl ist dies sicher ein schwere Aufgabe aber auch ein Chance, an der Konkurrenz zu wachsen.

Zane Weir (@Grana/FIDAL)
Scott Lincoln

Sehr starkes Feld im Diskuswerfen der Männer

Das Diskuswerfen der Männer und Frauen ist immer einer der Höhepunkte der HALPLUS – Werfertage. Hier wurden in den letzten Jahren viele spannende Wettkampfe ausgetragen, Rivalitäten gepflegt und Weltklasseleistungen erzielt. Darauf hoffen wir natürlich auch in diesem Jahr. Die Meldeliste lässt auf jeden Fall hoffen. 

Allen voran steht der Silbermedaillen-Gewinner der letzten Olympischen Spiele, der Schwede Simon Petterson. Nachdem er 2021 in Tokio glänzte, konnte er im letzten Jahr das erste Mal die 70 m – Marke übertreffen und wurde Vierter bei den Europameisterschaften in München. Vor ihm platzierte sich dort der Brite Lawrence Okoye, welcher Dritter wurde. Okoye warf das erste Mal 2012 in Halle, ging danach für einige Jahre in die NFL um dort American Football zu spielen. 2019 kehrte er zum Diskuswurf zurück und fand nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder den Anschluss an die Weltspitze. Die Bronzemedaille von München hat seinen Weg vorerst bestätigt. 

Diese beiden müssen sich, neben einigen anderen internationalen Startern, natürlich auch an den deutschen Diskus-Werfern messen lassen. Allen voran in diesem Jahr Daniel Jasinski, der die Deutschen Winterwurfmeisterschaften in diesem Winter gewonnen hat. Bei dieser, auch in Halle ausgetragenen Veranstaltung, warf er sehr zeitig im Jahr schon 66,75 m, was nur knapp unter der Norm für die Weltmeisterschaften liegt. Mit ihm in den Ring steigen David Wrobel, Christoph Harting, Clemens und Henning Prüfer und Hendrik Janssen.

Die Weltmeisterin kommt nach Halle

Eine der großen Überraschungen bei den letztjährigen Leichtathletik – Weltmeisterschaften in Eugene war sicher der Sieg der Chinesin Bin Feng im Diskuswurf der Frauen. Sie hat gleich im ersten Durchgang des Finals die Tagesbestweite von 69,12 m geworfen und die Konkurrenz geschockt. Keine der anderen Werferinnen konnte ihr in diesem Wettkampf noch gefährlich werden. Die Chinesin ist keine unbekannte in Halle, sie war schon einige Male mit der chinesischen Nationalmannschaft zu Gast bei den Werfertagen.

Die deutschen Top – Werferinnen sind natürlich auch alle am Start und werden in Halle in die Saison einsteigen. Allen voran die Silbermedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele 2021 und der Europameisterschaften von 2022 in München, Kristin Pudenz. Sie gewann unsere Veranstaltung im letzten Jahr. Kristin wird sich mit Shanice Craft, die in Halle trainiert und für den SV Halle startet auseinandersetzen müssen. Aber auch die Bronzemedaillengewinnerin von München und WM-Fünfte aus 2022, Claudine Vita aus Neubrandenburg, wird sicher ein ernsthaftes Wörtchen beim Kampf um den Tagessieg mitreden wollen. 

Die Olympia-Achte von Tokio, Marike Steinacker und Julia Harting runden das Feld der deutschen Top-Werferinnen ab. 

Bei den Werfertage beginnt, wie in jedem Jahr, der immer sehr spannende Kampf der deutschen Diskus-Damen um einen der drei begehrten Startplätze für den internationalen Wettkampfhöhepunkt – in diesem Jahr die Weltmeisterschaften Ende August in Budapest. 

Bin Feng
Kristin Pudenz
Shanice Craft
Claudine Vita

Weltspitze im Kugelstoßen der Frauen

In gut zwei Wochen starten die 48. HALPLUS Werfertage. Nach den ausgefallen oder kleineren Veranstaltung der letzten drei Jahre, wird die Veranstaltung wieder zu alter Größe und Stärke zurück kehren. Die ersten Starter stehen fest und auch die Meldelisten füllen sich. Das Interesse der Werferinnen und Werfer weltweit ist groß und die Anfragen kommen aus allen Teilen der Welt. 

Der erste Höhepunkt, der sich in diesem Jahr abzeichnet, wird mit Sicherheit das Kugelstoßen der Frauen werden. Das komplette Podium der letztjährigen Werfertage hat sich für den Wettkampf am 20. Mai angekündigt. Allen voran die amtierende Weltmeisterin Chase Ealey (USA). Sie gewann 2022 bei in Halle und siegte dann im Juli im amerikanischen Eugene. Die Portugiesin Auriol Dongmo kam im letzten Jahr als Hallenweltmeisterin in die Halleschen Brandberge und wurde Zweite bei den Werfertagen. In Eugene wurde sie in einem sehr hochklassigen Wettkampf Fünfte. Wenige Wochen später holte sie sich bei den Europameisterschaften in München Silber. Dritte beim „Familientreffen“ der Werfer im letzten Jahr wurde die Schwedin Fanny Roos. Sie wurde in München Vierte und ist auch schon seit vielen Jahren in der Weltspitze. 

Chase Ealey (USA)
Auriol Dongmo (POR)
Fanny Roos (SWE)